Die meisten Agenturverträge funktionieren so: Du zahlst jeden Monat einen festen Betrag, und was dabei herauskommt, ist deine Sache. Ich habe das umgedreht. Der größte Teil meiner Vergütung hängt daran, ob echte Anfragen entstehen.
Hier steht, was das konkret bedeutet, wie die Abrechnung abläuft und für wen das Modell nicht funktioniert.
Erfolgsbasiertes Marketing heißt: Der Hauptteil dessen, was du für die Arbeit an deinen Kampagnen bezahlst, ist an ein vorher definiertes Ergebnis gekoppelt. Nicht an Arbeitsstunden, nicht an Meetings, nicht an die Länge eines Reportings. Bei mir besteht das aus drei Bausteinen, sauber getrennt.
Erstens die Setup-Gebühr. Einmalig, klein und vor Projektstart schriftlich fixiert. Sie deckt das, was passieren muss, bevor überhaupt eine Anzeige laufen kann: Funnel und Landingpage, Tracking, Aufbau der Kampagnen. Diese Arbeit fällt real an, deshalb steht sie auch real in der Rechnung.
Zweitens das Werbebudget. Das geht nicht an mich, sondern direkt an Meta oder Google. Ich verdiene daran keinen Cent, und du siehst jederzeit, wohin dein Geld fließt. Wichtig, weil hier der häufigste Denkfehler steckt: Erfolgsbasiert bedeutet nicht, dass Werbung nichts kostet, bis sie funktioniert. Die Plattformen kassieren ab dem ersten Tag.
Drittens die Erfolgsvergütung. Sie wird erst fällig, wenn messbare Ergebnisse entstehen. Was als Ergebnis gilt, halten wir im Erstgespräch schriftlich fest, damit es hinterher keine Diskussion über Definitionen gibt.
Merksatz
Erfolgsbasiert heißt nicht risikofrei. Es heißt: Du bezahlst mich nicht dafür, dass ich da bin, sondern dafür, dass etwas passiert.
Das klassische Modell ist der Retainer: ein fester Monatsbetrag, unabhängig davon, was er bringt. Für die Agentur ist das komfortabel, weil der Umsatz planbar ist. Und ehrlicherweise ist ein Retainer nicht automatisch schlecht. Bei Markenaufbau, Content oder Beratung lässt sich Erfolg kaum auf eine einzelne Zahl reduzieren, da ist eine Pauschale sogar die fairere Lösung.
Bei Leadgenerierung ist das anders. Eine Anfrage ist zählbar, also kann man die Bezahlung daran hängen. Tut man es nicht, entsteht ein Anreizproblem: Die Agentur bekommt ihr Geld, ob zehn oder null Anfragen ankommen. Was dann im Monatsreport wichtig wird, sind Zahlen, die immer gut aussehen. Reichweite. Impressionen. Klicks. Nur eben nicht die Kosten pro Anfrage.
Der zweite Grund ist unangenehmer: Erfolgsbasiert zu arbeiten ist für die Agentur teuer. Man geht in Vorleistung, trägt Risiko und kann nicht jeden Kunden annehmen. Genau deshalb bleibt MR Elevate klein und arbeitet mit einem Netzwerk erfahrener Performance-Marketer statt mit einer langen Kundenliste.
Wenn ein Anbieter „100 % erfolgsbasiert, kein Risiko“ verspricht, frag nach, wer das Werbebudget trägt und wer bei ausbleibendem Erfolg die Vorleistung bezahlt. Irgendwo muss das Geld herkommen. Seriöse Anbieter sagen dir vorher, wo.
Die wichtigste Definition im ganzen Modell, weil daran die Vergütung hängt. Deshalb steht sie hier offen und nicht im Kleingedruckten:
Eine qualifizierte Anfrage ist ein Interessent, den ich tatsächlich erreicht habe und mit dem ein Erstgespräch vereinbart ist. Nicht der Klick auf die Anzeige. Nicht das ausgefüllte Formular allein. Nicht die Telefonnummer, unter der nie jemand rangeht. Erst wenn ein Termin steht, ist es eine Anfrage, für die eine Vergütung anfällt.
Das heißt im Klartext: Formulare, die im Nichts enden, gehen zu meinen Lasten, nicht zu deinen. Genau deshalb optimiere ich auf Gesprächstermine und nicht auf Klickzahlen, denn an Klicks verdiene ich nichts.
Vier Schritte, in dieser Reihenfolge. Die gleiche Übersicht findest du auch kompakt im Abschnitt Das Modell auf der Startseite.
Damit das trägt, muss das Messen sitzen. Tracking, also Meta-Pixel, Google-Tag und Conversion-Ereignis, steht bei mir immer vor dem Kampagnenstart. Ohne saubere Messung gibt es keine belastbare Grundlage für eine erfolgsabhängige Abrechnung. Wie dieser Aufbau technisch abläuft, steht offen in meinem kostenlosen Ads-Leitfaden.
Bewertet wird nach den Kosten pro Anfrage, nicht nach Reichweite oder Klicks. Welche Kennzahl für dein Geschäft zählt und wie ein Funnel dafür aussieht, gehe ich bei der Leadgenerierung für Dienstleister im Detail durch.
Erfolgsbasiert zu arbeiten setzt zwei Dinge voraus, an denen sich nicht verhandeln lässt: ausreichende Marge und ein klares Angebot. Die Marge, weil aus dem Wert eines neuen Kunden Werbebudget und Erfolgsvergütung gedeckt sein müssen. Das klare Angebot, weil eine Kampagne nur so präzise sein kann wie das, was sie verkauft.
Ganz ehrlich
Der dritte Punkt links wird am häufigsten unterschätzt. Ein Funnel, dessen Anfragen liegen bleiben, ist für beide Seiten verbranntes Geld.
Wenn du nicht sicher bist, in welche Spalte du gehörst: Genau dafür ist das Analysegespräch da. Auch dann, wenn die Antwort „noch nicht“ lautet. Mehr zu Hintergrund und Arbeitsweise steht auf der Startseite von MR Elevate.
Noch unentschieden? Selbst schalten oder Agentur beauftragen?
Im kostenlosen Analysegespräch klären wir, ob erfolgsbasiertes Marketing für dein Angebot rechnerisch aufgeht.
Wenn es nicht passt, sage ich das. Das ist billiger für dich als drei Monate Werbung, die nicht funktioniert.